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Geburtshilfe


  • Frühgeburt und vorzeitige Wehen
    Frühgeburt und vorzeitige Wehen

    Geburtshilfe
  • Frühgeburt und vorzeitige Wehen

    Eine „normale“ Schwangerschaft beim Menschen dauert ca. 40 Wochen. Kommt es vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche zu einer Geburt, so spricht man von einer Frühgeburt. Diese tritt bei sieben bis neun Prozent aller Schwangerschaften auf und kann besonders bei den sehr frühen Frühgeborenen zu negativen Auswirkungen führen, die nicht nur die erste Phase sondern auch die weitere Entwicklung des Kindes im Kindergarten- und Volksschulalter prägen können. Auch bei den kindlichen Todesfällen betreffen ca. 75-80% Prozent die Frühgeborenen.

    Frühgeborene Kinder können ihr „normales“ Gewicht im Laufe der Schwangerschaft nicht erreichen, als auch einige Organe nicht ganz ausgereift d.h. unterentwickelt sind. Das betrifft vor allem die Lungen, kann aber auch die Leber und den Darm betreffen. Auch die Infektionsabwehr ist noch unvollständig.
    Eines der schwerwiegendsten Risiken für Frühgeborene ist das Auftreten einer Sauerstoffunterversorgung.

    Eine Frühgeburt tritt dann auf, wenn es zu einer Auslösung der Wehentätigkeit kommt, diese sogenannten vorzeitigen Wehen" (manchmal auch ein ev. auftretender vorzeitiger Blasensprung) können durch einen oder mehrere Faktoren ausgelöst werden, wie z.B. eine Infektion, Fehlbildungen der Gebärmutter oder auch Schwangerschaftsbluthochdruck und Schwangerschaftsdiabetes, in manchen Fällen ist es aber auch eine Mehrlingsschwangerschaft die die Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt erhöhen kann.

    Warnzeichen für eine drohende Frühgeburt können folgende Symptome sein: ein schmerzhaftes Hartwerden der Gebärmutter in kurzen Abständen (häufiger als vier Mal pro Stunde) oder auch ein dauerhafter Rückenschmerz; es kann aber auch zu Blutungen oder Ausfluss aus der Scheide kommen (oft ein Hinweis auf eine Infektion).

    Therapie
    Sollte sich eine Infektion (Entzündung) als Ursache für die vorzeitigen Wehen herausstellen, wird eine Behandlung mit Antibiotika eingeleitet. Bei anderen Störungen, wie zum Beispiel einer gestörten Durchblutung der Gebärmutter aufgrund einer fehlerhaften Anpassung in der Schwangerschaft, wird versucht, die Durchblutung der Gebärmutter zu verbessern.

    Ist der Muttermund schon über ein bestimmtes Maß hinaus eröffnet, werden Medikamente eingesetzt, die die Wehen hemmen. Dies geschieht in erster Linie mit dem Ziel, die Geburt soweit hinaus zu zögern, dass die werdende Mutter in eine Spezialklinik für Frühgeburten gebracht werden kann. Dort wird dann versucht, durch gezielte Behandlung die Lungenreifung des Kindes zu unterstützen.

    Die wehenhemmende Behandlung wird mit sogenannten Tokolytika durchgeführt, mit dem Ziel eine Erschlaffung der Gebärmuskulatur zu erreichen. Dadurch treten bei der Mehrzahl der Patientinnen die Wehen nicht mehr oder weniger stark auf und der Muttermund öffnet sich nicht weiter.

    Die am häufigsten eingesetzten Tokolytika sind die sogenannten Betamimetika, die an den Beta-Rezeptoren anbinden. Da diese Rezeptoren aber im gesamten menschlichen Organismus vorkommen, wirken diese Präparate im gesamten Körper und zeigen vielfältige Nebenwirkungen, die hauptsächlich im Herz-Kreislaufbereich der Mutter spürbar werden. Weiters sind die Betamimetika auch plazentagängig, so dass auch mit Nebenwirkungen beim Kind gerechnet werden muss.

    Ferring hat ein neuartiges Tokolytikum - einen Oxytocin-Antagonisten (Atosiban) - entwickelt, der spezifisch nur die Rezeptoren des Wehenhormons Oxytocin in der Gebärmutter blockiert und dadurch das Auftreten von Wehen wirkungsvoll verhindert. Atosiban weist dank seiner spezifischen Wirkung nur geringe Nebenwirkungen für die Mutter auf und führt zu keinerlei Nebenwirkungen für das Kind. Das Präparat kommt v.a. bei jenen Müttern zum Einsatz, die bereits kardiovaskuläre Probleme oder Diabetes aufweisen; als es auch bei Mehrlingen automatisch gegeben werden sollte.

  • Geburt und Geburtseinleitung
    Geburt und Geburtseinleitung

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  • Geburt und Geburtseinleitung

    Die Mehrzahl aller Schwangerschaften verläuft unkompliziert, die Kinder werden spontan zum errechneten Geburtstermin geboren. In ca. 10-15% aller Fälle muss die Geburt jedoch eingeleitet werden. Der häufigste Grund für die Geburtseinleitung ist die Überschreitung des errechneten Geburtstermins um mehr als 10 Tage, ohne dass sich eigenständig Wehen einstellen.

    Je nach Muttermundsbefund wird zur Geburtseinleitung entweder das wehenauslösende Hormon Oxytocin als Infusion über den sogenannten „Wehentropf“ in die Blutbahn gegeben oder muttermundswirksame Substanzen (sogenannte Prostaglandine) in Form von Vaginaltabletten, Vaginalgel oder Intrazervikalgel verabreicht.

    Ferring bietet für die Geburtseinleitung ein Prostaglandinpräparat zur Zervixreifung in Form eines Vaginalinserts an, das nicht nur den Vorteil hat den Wirkstoff kontinuierlich freizusetzen sondern auch ggf. schnell entfernt werden kann.

  • Postpartale Blutungen
    Postpartale Blutungen

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  • Postpartale Blutungen

    Nach der Geburt eines Kindes sollte die Gebärmutter wieder den Ausgangszustand vor der Schwangerschaft erreichen. Um dies möglichst gut zu erzielen, muß sich der Uterus stark zusammenziehen, d.h. die Muskelkontraktionen, die vorerst dazu gedient haben, das Kind aus dem Mutterleib zu pressen, werden jetzt dazu genutzt die Plazenta abzustossen und die sehr große Fläche der Gebärmutter zu reduzieren. Kommt diese wichtige letzte Phase der Geburt (auch Plazentarperiode genannt) nicht richtig in Gang (d.h. der Uterus bleibt schlaff) kann dies u.U. zu einem sehr großen Blutverlust nach der Geburt führen, der sogar bis zu einer lebensbedrohlichen Situation führen kann. 25% der mütterlichen Sterbefälle gehen auf das Konto einer postpartalen Blutung.

    Therapie
    Um das Auftreten einer postpartalen Blutung zu vermeiden, werden Medikamente gegeben, die zu einer vermehrten Kontraktion (Zusammenziehen) der Gebärmutter (Uterus) führen.

    Auf diesem Gebiet der Oxytocin-Analoga (oder auch Oxytocin-verstärkenden Substanzen genannt) hat Ferring einen neuen Wirkstoff entwickelt, das sogenannte Carbetocin, das mit einer einmaligen i.v. Anwendung nach der Geburt einer potentiellen postpartalen Blutung entgegenwirkt, indem sich die Gebärmutter stark zusammenzieht.

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