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Neuigkeiten

Ferring rettet Leben in Entwicklungsländern:
Durchbruch im Kampf gegen Müttersterblichkeit

Das Pharmaunternehmen Ferring setzt einen Meilenstein im Kampf gegen die hohe Müttersterblichkeit vor allem in heißen Ländern. Der hitzestabile Wirkstoff Carbetocin könnte tausenden Frauen das Leben retten, das aufgrund von starken Blutungen nach der Entbindung bedroht ist. Carbetocin kann bei bis zu 40 °C transportiert und gelagert werden und entspricht in seiner Wirksamkeit dem bisherigen Standardwirkstoff Oxytocin – das belegt die klinische CHAMPION-Studie.

Jeden Tag sterben Frauen nach der Geburt an übermäßigen Blutungen1, auch bekannt als postpartale Hämorrhagie (PPH). Sie ist die häufigste direkte Todesursache bei Müttern weltweit, wobei die meisten Todesfälle vermeidbar wären.2,11 Jährlich sind 14 Millionen Frauen von PPH betroffen, 99 % der rund 70.000 Todesfälle pro Jahr12 treten in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen auf.3 Die Ferring Arzneimittel Ges.m.b.H. hat nun eine Lösung gefunden, die tausenden Frauen das Leben retten kann: Neue Daten zeigen, dass hitzestabiles Carbetocin genauso wirksam ist wie Oxytocin, der aktuelle Standard zur Verhinderung übermäßiger Blutungen nach vaginaler Geburt.

Dazu Univ.-Prof. Dr. Peter Husslein, Vorstand der Universitätsklinik für Frauenheilkunde Wien und Leiter der Abteilung für Geburtshilfe und feto-maternale Medizin:

Die Reduktion der mütterlichen Mortalität in Ländern mit eingeschränkten Ressourcen ist erschütternd hoch und führt zu unsagbarem Leid in den betroffenen Familien. Mein sechsmonatiger Aufenthalt in Togo und die Kooperation unserer Klinik mit einem indischen Spital in Vellore haben mir gezeigt, dass man in solchen Ländern einfache, aber flächendeckende Maßnahmen setzen muss, um wirksame Verbesserungen herbeizuführen. Die Vorbeugung oder Behandlung einer verstärkten Blutung nach der Geburt mit Carbetocin, das ein langwirksames und weitgehend nebenwirkungsfreies Kontraktionsmittel ist, hat das Potenzial, eine eindrucksvolle Senkung der mütterlichen Sterblichkeit herbeizuführen, vor allem, wenn es flächendeckend eingesetzt wird.

PPH hat weitreichende Folgen für betroffene Familien. Wenn eine Frau eine PPH überlebt, benötigt sie häufig intensive, medizinische Interventionen4 wie eine Operation und Hysterektomie sowie Bluttransfusionen zur Behandlung einer schweren Anämie. Wenn eine Mutter stirbt, kann dies verheerende Folgen für ihre Familie haben: drei von vier gesunden Babys sterben innerhalb von sechs Monaten nach dem Tod der Mutter, Töchter müssen die Rolle der Mutter übernehmen und verpassen ihre Chance auf Bildung, der Verlust des Einkommens führt die Familie in eine Abwärtsspirale der Armut.5,6 „Ferring engagiert sich weltweit für Frauengesundheit, um Müttern eine sichere Entbindung zu ermöglichen – unabhängig davon, wo sie leben. Es ist uns ein großes Anliegen, dafür zu sorgen, dass auch Mütter in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen Zugang zu einem leistbaren Arzneimittel bekommen“, so Mag. Klaus Kutschera, Geschäftsführer der Ferring Arzneimittel Ges.m.b.H. in Wien.

Von Ferring erforscht und entwickelt, um den Herausforderungen in der Frauengesundheit zu begegnen, bleibt hitzestabiles Carbetocin auch bei hohen Temperaturen wirksam.13 Hierdurch wird eine signifikante Einschränkung des Oxytocins, das bei 2 bis 8 °C gelagert und transportiert werden muss,14,15 umgangen. Hitzestabiles Carbetocin behält seine Wirksamkeit für mindestens drei Jahre bei 30 °C und sechs Monate bei 40 °C.13

Die Ergebnisse der klinischen Studie CHAMPION, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Ferring und MSD for Mothers**durchgeführt wurde, wurden im New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlicht.9 Dies ist die größte Studie zur PPH-Prävention mit fast 30.000 Frauen in zehn Ländern.9 Insbesondere in Ländern, in denen der Transport und die Lagerung kühlpflichtiger Medikamente schwierig sind und ein Hindernis für eine wirksame PPH-Prävention darstellen,*9 kann das Ergebnis dieser Studie von großer Relevanz für die öffentlichen Gesundheitssysteme sein.

Thematisiert werden die Erkenntnisse aus der Studie auch im Rahmen aktueller internationaler Kongresse, wie zum Beispiel Mitte November beim Symposium Birth – Clinical Challenges in Labor and Delivery in Venedig oder beim 26th World Congress on Controversies in Obstetrics, Gynecology and Infertility (COGI) von 23. bis 25. November in London.

Quellen:

1 Weeks, A. The prevention and treatment of postpartum haemorrhage: what do we know, and where do we go to next? BJOG. 2015:22;202-10
2 Say, L. et al. Global causes of maternal death: a WHO systematic analysis. Lancet Global Health. 2014;2(6):323-33
3 World Health Organization. Priority diseases and reasons for inclusion. Postpartum haemorrhage. Available at: http://www.who.int/medicines/areas/priority_medicines/Ch6_16PPH.pdf?ua=1 Last accessed: January 2018.
4 El-Refaey, H. and Rodeck, C. Postpartum haemorrhage: definitions, medical and surgical management. A time for change. British Medical Bulletin. 2003; 67:205–217
5 Family Care International. A price too high to bear: the costs of maternal mortality to families and communities – summary of research findings. March 2014. Available at: http://www.who.int/pmnch/media/news/2014/technical_brief.pdf Last accessed: January 2018.
6 Molla, M. et al. Impacts of maternal mortality on living children and families: a qualitative study from Butajira, Ethiopia. Reproductive Health. 2015;12(Suppl 1):S6
9 Widmer M, et al. Heat stable carbetocin vs oxytocin to prevent hemorrhage after vaginal birth. New England Journal of Medicine 2018; in press.
11 World Health Organization. WHO recommendations for the prevention and treatment of postpartum haemorrhage. Published 2012. Available at: http://apps.who.int/irisbitstream/10665/75411/1/9789241548502_eng.pdf Last accessed: May 2018.
12 Say L, et al. Global causes of maternal death: a WHO systematic analysis. The Lancet Global Health. 2014; 2(6): e323-33. Available at: https://www.thelancet.com/pdfs/journals/langloPIIS2214-109X(14)70227-X.pdf Last accessed: May 2018.
13 Malm M, et al. Development and stability of a heatstable formulation of carbetocin for the prevention of postpartum haemorrhage for use in low and middle-income countries. Journal of Peptide Science 2018; e3082
14 Widmer M, et al. Room temperature stable carbetocin for the prevention of postpartum haemorrhage during the third stage of labour in women delivering vaginally: study protocol for a randomized controlled trial. Trials 2016;17(1):143
* Die Verfügbarkeit von hitzebeständigem Carbetocin unterliegt der behördlichen Prüfung und Zulassung in den entsprechenden Ländern.
** Bekannt als Merck & Co., Inc., Kenilworth, N.J., U.S.A.

 

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Mutter_mit_Kind, © Ferring

Peter_Husslein.jpg, © privat

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T: 01-60808-0
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Über Ferring
Ferring ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich der Entwicklung innovativer Behandlungen verschrieben hat, die das Leben von Menschen auf der ganzen Welt zum Positiven verändern. Das Unternehmen ist in den Gebieten Reproduktionsmedizin, Urologie, Gastroenterologie und Endokrinologie tätig und entwickelt Medikamente, die der Funktionsweise des Körpers gerecht werden. Das Mutterunternehmen mit Wurzeln in Schweden hat seinen Hauptsitz in Saint-Prex in der Schweiz. Die Ferring Holding S.A. beschäftigt weltweit rund 5.000 Mitarbeiter, ist in nahezu 60 Ländern präsent und vertreibt ihre Produkte in über 110 Ländern. Die Marketing- und Vertriebsgesellschaft Ferring Arzneimittel GmbH wurde 1986 gegründet und ist verantwortlich für den Vertrieb und die Vermarktung der Ferring Produkte in Österreich.

 

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